Kaltprofile .

Auch in dem Bereich der Kaltprofile , insbesonders bei Dachträgern hat sich die plastische Bemessung zunehmend durchgesetzt . Hierbei kommen verschiedene Systeme zum Einsatz .Die heutigen Profile sind so konzipiert das wenn Sie verschwenkt eingebaut werden , im Stützbereich das Profil bis zur vollen Momentendeckung verstärkt ist. Dies bedeutet die Profile liegen eng aneinander , Blech auf Blech und sind so fest miteinander verschraubt , bzw. so ineinander verschachtelt , das beide Profile sich am Abbau des Momentes beteiligen .

Eine weitere Variante ist z.Bsp. der verstärkte Zweifeldträger , das selbe konstruktive Prinzip wie zuvor , nur ist hier der Träger durchlaufend und es wird im "kritischem Bereich " ein Profil zur Momentendeckung beigelegt .

Verstärkter Träger :

Diese Träger können genauso berechnet werden wie im 2. Beispiel , hier wird über dem Verhältniss der Steifigkeiten das Mpl über der Stütze ausgedrückt .Bsp. Feld -1 : 1.0 Mpl ; Feld-2 : 0.60 Mpl --> im Stützbereich haben wir dann 1.6 Mpl , es ergibt sich dann folgendes System.

Da wir es hier mit einem Bemessungkonzept haben , kann man die Formeln dann auch anders ausdrücken :

Zweifeldträger - Endfeld : erf.Mpl,y,d > q,d * L² / 11.66

Durchlaufträger - Endfeld : erf.Mply,d > q,d * L² / 12.32 [z.Bsp]

Durchlaufträger - Innenfeld : erf.Mply,d > q,d * L² / 16.74 [z.Bsp] wobei immer das Endfeld für eine Bemessung zugrunde gelegt wird , aber wie

man sieht sind hier im Innenfeld durchaus noch Reserven vorhanden.

Je nach dem Verhältniss der Steifigkeiten , bzw. der Spannweiten varieren beim Durchlaufträger diese Momentenfaktoren [ = * 1/12.32 ], selbiges gilt für den verstärktem Zweifeldträger.Die Querkraftinteraktion wird hier in der Regel nicht berücksichtigt , was sich in der Praxis auch bewährt hat.

Vielleicht wirkt es etwas sonderbar , derartig dünnwandige Profile mit einem Verfahren zu bemessen , welches derart an die Grenzen der Tragfähigkeit des Profiles geht , aber es wird hier auch mit einem Plastizitätsfaktor von 1.0 gerechnet , so das wir hier nicht ein echtes Mply,d , sondern ein elsatisches Bemessungsmoment [ME,d = Wy * fy,d*10-2] vorliegen haben , wenn man es so ausdrücken möchte.

Desweiteren ist bei Dachträgern die Biegedrillknickgefahr , zumindest bei einer Dachdeckung mit Trapezblechen so gering , [die Profile haben fast immer eine gebundene Drehachse von der Drehbettung einmal abgesehen ,] das ein abmindern von Mpl,y,d bezüglich dem Biegedrillknicken fast nicht erforderlich wird. [ kM = 0.95 ....1.0] , aber das ist ein anderes Thema und soll hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein.


Natürlich bleiben hier noch zusätzlich zu führenden Stabilitätsnachwiese , insbesonders die Beulnachweise , bzw. die Ermittlung der effektiven Querschnittswerte , welche in allen Tragsicherheitsnachweisen mit eingehen .[siehe hierzu die DASt 016 und die <18800> T.2 Kapitel 7. (701) ff. - insbesonders : Einfluß von Schubbspannungen (703) ]

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