Schneelasten nach den "Hamburger Bestimmungen" Januar 1982

Bei Dachversprüngen oder angrenzenden Bauteilen ist in den meisten Fällen mit einer Schneeanhäufung zu rechnen . Bei einfachen Dachversprüngen wird in der Reglel der "Hamburger Schneesack " angesetzt. Diese Regelung wurde nachdem mehrere Bauschäden aufgrund eines strengen Winters mit besonders viel Schnee aufgetreten sind , seinerzeit erlassen.Vorneweg , Schneeanhäufungen wurden immer schon angesetzt , es sei hierbei auf die alte aber vorbildliche DDR - Norm verwiesen und wer meint im Westen wurde anders gerechnet dem sei nur auf den alten Band - Gregor :"Der praktische Stahlbau - 1" verwiesen , hier wird unter Lastannahmen besonders auf Schneeverwehungen und erhöhte Schneelasten eingegangen.Man könnte hier noch einiges anführen , insbesonders im Eurocode wurden Schneeverwehungen bzw. erhöhte Schneelasten eingearbeitet und haben somit normativen Charakter.

In der Praxis ist es immer noch am sinnvollsten vor der Tragwerksplannung mit dem Prüfer sich abzustimmen wie im einzelnen vorzugehen ist , bzw. in welcher Größenordnung die Schneebelastung anzusetzen ist.Da in den meisten Fällen aber bereits in der Planungsphase eine Entscheidung getroffen werden muß und die meisten Prüfer mit diesem Ansatz einverstanden sind, soll hier kurz der Ansatz nach den "Hamburger Bestimmungen" vorgestellt werden.


Beispiel: [ gSchnee = 2.0 kN/m² ]

so = 1.00 kN/m² mit ho = so / gSchnee ----> ho = 0.50 m

Es gilt ; h-ges < = 2 m

hs = 2 -ho -----> hs = 1.50 m

bs = hs / tana -----> bs = 4.12 m

s = gSchnee * hs -----> s = 3.00 kN/m²

max.s = gSchnee * 2 -----> max.s = 4.00 kN/m²


Wie aus dem Bild ersichtlich , sollten die Träger der Belastung entsprechend , gestaffelt werden .Dies ist besonders bei Sandwichelementen erforderlich um die Verformungen und Spannungen möglichst klein und gleichmässig zu halten .Da dies immer ein probieren ist und Zeit kostet ist selbiges am besten über ein Programm zu berechnen .

Programm - "Schneeanhäufung . "

Fin

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